Die Fachseminare sind Tagesseminare, die unabhängig von der Seelsorge-Schulung absolviert werden können.

Sie dienen der Vertiefung mancher Themen, die schon in der Schulung angesprochen sind. Es werden aber auch eigenständige und teils spezifische Themen behandelt. Die Themenpalette wird ständig erweitert und orientiert sich am Bedarf.

Die Fachseminare umfassen jeweils 3-4 Stunden Referat, Gruppenarbeit sowie eine Stunde für Fragen und Austausch. Bei jedem Seminar wird ein ausführliches Arbeitsmaterial von 40-50 Seiten ausgegeben, das genau auf die Inhalte der Referate abgestimmt ist. Die Teilnahme ist für jedermann möglich und zwar unabhängig von einer Teilnahme an der Seelsorge-Schulung.

Fachseminar 1 (FS 201): Trauern und Trösten

Fachseminar 1 (FS 201): Trauern und Trösten

Ziele: Das Fachseminar soll ein fachlich und biblisch begründetes Verständnis der Trauer vermitteln. Außerdem soll es aufzeigen, welche Fehler beim Trösten zu vermeiden sind und zu rechtem Trösten in biblischer Seelsorge ermutigen und zurüsten.

Themen: Die typischen Trauerphasen im Prozess des Trauerns und das jeweils angemessene seelsorgerliche Vorgehen. Was muss der Trauernde leisten (Trauerarbeit). Psychohygiene für Christen im Blick auf zukünftige Leiderfahrung. Sechs typische Trostpflaster, die wir uns selbst und andern aufkleben. Was ist "wahrer Trost" und wie kann ich recht trösten (anhand des Buches Hiob). Grenzen des Tröstens, die es zu sehen und zu respektieren gilt.

Referent: Dipl.-Psych. Roland Antholzer.

Fachseminar 2 (FS 202): Biblische Seelsorge und Psychotherapie

Fachseminar 2 (FS 202): Biblische Seelsorge und Psychotherapie

Ziele: Das Seminar soll Klarheit zu der Frage vermitteln, was unter „biblischer Seelsorge“ zu verstehen sei und zu einer vertieften und fachlich kompetenten Auseinandersetzung darüber anregen, ob und inwieweit Erkenntnisse der Psychologie und Methoden der Psychotherapie in „christlicher Seelsorge“ anwendbar sind.

Themen: Das Verhältnis von Psychotherapie und Seelsorge – Was ist eigentlich Psychotherapie? – Wie wissenschaftlich ist die Psychotherapie? – Unterschiede zwischen Psychotherapie und Seelsorge – Unterschiede im Menschenbild, in der Zielsetzung und in der Methodik – Sind wir wissenschaftsgläubig? – Erkenntnisse empirischer Forschung in ihrer Brauchbarkeit für die Seelsorge – Sind psychotherapeutische Methoden wertneutral? – Typische Argumente christlicher Psychotherapeuten kritisch betrachtet – Verderbliche Einflüsse der Psychotherapie auf die Gemeinde Jesu – Selbstliebelehre, Positives Denken, Innere Heilung. – Zehn Thesen zu einer biblischen Seelsorge – u. a.

Referent: Dipl.-Psych. Roland Antholzer.

Fachseminar 3 (FS 203): Die Okkultbedrohung des modernen Menschen

Fachseminar 3 (FS 203): Die Okkultbedrohung des modernen Menschen

Ziele: Das Fachseminar soll Christen, die in ihrer Gemeinde seelsorgerlich engagiert sind, einen Einblick in die Zusammenhänge und Hintergründe des Okkultismus vermitteln, sie zu einem nüchternen und biblischen seelsorgerlichen Umgang mit der Problematik der okkulten Verstrickung ermutigen und befähigen.

Themen: Warum ist der moderne Mensch der Faszination des Okkulten so leicht erlegen (kulturelle und psychologische Hintergründe)? – Einfallstore des Okkultismus – Okkultverstrickung bei Christen – Falsche Lehren und Praktiken der Okkultseelsorge – Die verheerenden Auswirkungen solcher „Seelsorge“ – Wie sieht ein nüchterner und biblischer Umgang mit okkulten Bindungen aus?

Referent: Dipl.-Psych. Roland Antholzer.

Fachseminar 4 (FS 204): Psychohygiene und christliche Lebensgestaltung

Fachseminar 4 (FS 204): Psychohygiene und christliche Lebensgestaltung

Ziele: „Besser vorbeugen als heilen“ ist ein Motto, das auch im seelisch-geistlichen Bereich Gültigkeit hat. Niemand zweifelt heute mehr an der Notwendigkeit der Hygiene, doch mit Psychohygiene können die meisten Menschen nichts anfangen. Und wenn von „gesunder Lebensweise“ die Rede ist, denkt man fast ausschließlich an den körperlichen Aspekt. Die Seele kommt dabei zu kurz – die Quittung erhalten wir in Form von vielfältigen seelischen Störungen. Das Fachseminar soll Christen Hilfestellung geben, ihr Leben so zu gestalten, dass sie manche seelischen Krisen und Störungen vermeiden können.

Themen: Seelisch-geistliche Infektionsherde in Anlage, Umwelt und Ichstruktur – Pathogene Faktoren im Denken, Wollen und Fühlen – Lebenslügen, falsche Identität, falsche Grundannahmen, Ziele und Prioritäten – Wie wir das Immunsystem der Seele stärken können – Stressbewältigung – Helfersyndrom, „Burn-out“ – Umgang mit Leid und Enttäuschung, Angst und Ärger – Aufbau der seelischen Muskulatur – Eine neue Identität in Christus finden, usw.

Referent: Dipl.-Psych. Roland Antholzer.

Fachseminar 5 (FS 205): Flucht in die Sucht

Fachseminar 5 (FS 205): Flucht in die Sucht

Ziele: Das Fachseminar soll Christen, die in ihrer Gemeinde seelsorgerlich engagiert sind, einen Einblick in die Zusammenhänge und Hintergründe des Suchtgeschehens vermitteln und sie zu einem nüchternen und biblisch-seelsorgerlichen Umgang mit der Problematik ermutigen und befähigen. Es soll auch zum Nachdenken über eigene Gewohnheiten und Suchtgefährdungen anregen.

Themen: Verbreitung, Entstehung und Hintergründe von Sucht. – Die verschiedenen Suchtformen – Alltagssüchte – Die Bedeutung menschlicher Grundbedürfnisse bei der Entwicklung von Sucht – Kennzeichen des Abhängigen – Folgen des Suchtmittelmissbrauchs – Biblische Bewertung von Sucht – Christ und Alkohol. – Besonders wird auf das Thema „Alkoholismus“ eingegangen, da es sich hierbei um die meist verbreitete Suchtform handelt.

Referent: Dipl.-Psych. Joe Kley.

Fachseminar 6 (FS 206): Reden ist Gold - Kommunikation, ihre Störungen und was man dagegen tun kann

Fachseminar 6 (FS 206): Reden ist Gold - Kommunikation, ihre Störungen und was man dagegen tun kann

Ziele: Wenn Beziehungen stimmen, stimmt auch die Kommunikation; Beziehungsprobleme sind anderseits immer auch Kommunikationsprobleme. In dem Fachseminar geht es darum, den komplexen Vorgang der Kommunikation besser zu verstehen. Damit soll Hilfe und Anleitung zu verbesserter Kommunikation und zu konstruktiverem Umgang mit Kommunikationsstörungen gegeben werden.

Themen: Bedeutung von Kommunikation in Beziehungen – Zweck und Ziel von Kommunikation – Vielschichtigkeit von Kommunikation – Entstehung von Kommunikationsstörungen – Analyse von Kommunikationsmustern – Umgang mit Kommunikationsstörungen – Nonverbale Kommunikation – Vermeiden von Kommunikationsproblemen – Kommunikation in der Seelsorge u. a.

Referent: Dipl.-Psych. Joe Kley.

Fachseminar 7 (FS 207): Gleichgeschlechtliche Neigungen: Analyse, Beurteilung, Hilfestellungen


Fachseminar 7 (FS 207): Gleichgeschlechtliche Neigungen: Analyse, Beurteilung, Hilfestellungen

In dem Seminar geht es zunächst um eine psychologische und biblische Einordnung gleichgeschlechtlicher Neigungen, deren Entwicklung und Diagnostik, auch anhand von Fallbeispielen. Schließlich wird aufgezeigt, wie eine seelsorgerliche Hilfestellung unter Berücksichtigung der Besonderheiten im Umgang mit homophilen Persönlichkeiten konkret aussehen müsste.

Referent: Dipl.-Theol. Klaus Giebel

Fachseminar 8 (FS 208): Schwierige Kinder – überforderte Eltern

Fachseminar 8 (FS 208): Schwierige Kinder – überforderte Eltern

Ziele: Das Seminar soll ein grundlegendes Verständnis typischer Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen vermitteln sowie hilfreiche und mutmachende Anregungen für Eltern geben. Es geht vor allem um den Umgang mit schwierigen Kindern, aber auch um allgemeine Erziehungsfragen.

Themen: Wie kommt es zu Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen? Welche Arten von Auffälligkeiten gibt es? Was ist „normal“ und was „unnormal“? Umgang mit kindlichen Bedürfnissen. Elterliche Erziehungsstile und ihre Auswirkungen. Ziele in der Erziehung. Bedeutung des elterlichen Vorbildes. Kommunikation zwischen Eltern und Kindern. Christliche Erziehung contra Zeitgeist. Die „Schuldfrage“ bei Eltern („was haben wir alles falsch gemacht?“). Veränderte Erziehungssituation am Ende des 20. Jahrhunderts: die heimlichen Miterzieher, Bedeutung der Medien.

Referent: Dipl.-Psych. Joe Kley.

Fachseminar 9 (FS 209): Der Wolf im Schafspelz – Humanismus im christlichen Gewand

Fachseminar 9 (FS 209): Der Wolf im Schafspelz – Humanismus im christlichen Gewand

Ziele: „Humanismus ist die Religion des Antichristen!“ Ist diese Aussage übertrieben? Bemerken wir es überhaupt noch, wo humanistisches Denken uns geprägt hat und unser Urteilen bestimmt? Das Seminar hat zum Ziel, zu einer kritischen Distanz gegenüber dem Zeitgeist zu sensibilisieren. Denn auch ein Wolf im Schafspelz ist immer noch ein Wolf.

Themen: Was ist Humanismus? Die Geschichte der humanistischen Bewegung (das humanistische Manifest). Was ist Selbstverwirklichung? Die fatalen Auswirkungen der Selbstverwirklichungs-Ideologie. Humanismus im christlichen Gewand. Analyse eines christlichen Buches über „Kindererziehung“. Die Betonung der Größe des Menschen. SelbstliebeIdeologie. Auch unter Christen verbreitete magische Praktiken und Psychotechniken (Positives Denken; Innere Heilung). Humanistische Psychologie anstelle biblischer Substanz. Zeitgeistphänomene, die aus dem Humanismus erwachsen sind: Pluralismus, Individualismus, Materialismus, Erlebnis- und Harmoniesucht usw. Die alte und die neue Toleranz. Ist die Gemeinde Jesu in der Welt oder die Welt in der Gemeinde? Das alte und das neue Kreuz. Nicht Selbstverwirklichung sondern Christuswirklichkeit.

Referent: Dipl.-Psych. Roland Antholzer.

Fachseminar 10 (FS 210): Die neuen Medien – Chance oder Gefahr?

Fachseminar 10 (FS 210): Die neuen Medien – Chance oder Gefahr?

Ziele: Die elektronischen Medien wie Fernsehen, Video und Internet greifen immer stärker in unser Leben ein. In wenigen Jahren werden wir, ob wir das wollen oder nicht, in das weltweite Netzwerk eingebunden sein. Das Seminar soll uns dazu anregen, dass wir uns mit der Problematik der Medien (gerade auch um unserer Kinder willen) auseinandersetzen und lernen, damit so umzugehen, dass geistlicher Schaden vermieden wird.

Themen: Die technologische Entwicklung in biblischer Sicht. Das Medium Fernsehen: Bewertung und Auswirkungen. Videofilm und Gewalt. Auswirkungen von Gewaltdarstellungen. Die Online-Medien: Die totale Kommunikation. Internet in biblischer Sicht. Psychologische Auswirkungen der Informationsflut. Computerspiele und ihre Auswirkungen. Aufbruch in virtuelle Welten. Auswirkungen der modernen Medien: auf Individuum und Gesellschaft, auf die Entwicklung von Kindern. Praktische Ratschläge für Eltern. Medienerziehung: Das Gebot der Stunde. Wie könnte Medienerziehung im Elternhaus realisiert werden? Ein Plädoyer für Verzicht. Vom Bild zum Wort.

Referent: Dipl.-Psych. Roland Antholzer.

Fachseminar 11 (FS 211): Die Kunst des Erziehens

Fachseminar 11 (FS 211): Die Kunst des Erziehens

Ziele: Die Vielfalt der Meinungen macht vor der ursprünglichsten aller Aufgaben von Eltern nicht Halt: der Aufgabe der Erziehung ihrer Kinder. In der Folge ist eine starke Verunsicherung bei Vätern und Müttern zu beobachten, die ihrerseits Auswirkungen auf ihr Erziehungsverhalten und damit auf die Entwicklung ihrer Kinder hat. Das Seminar möchte Orientierung geben, Mut machen über das eigene Erziehungsverhalten nachzudenken und befähigen, sich der Herausforderung „Kindererziehung“ zu stellen.

Themen: Was brauchen Kinder? Wie erziehe ich richtig? Woher/wodurch ist mein Erziehungsverhalten geprägt? Welche Einflussmöglichkeiten und Methoden gibt es und wie wirken sie sich in der Erziehung aus? Das Seminar vermittelt ein grundlegendes Verständnis der Faktoren, die in der Erziehung von Kindern wirksam sind und möchte Eltern/Erziehern Mut machende Anregungen geben.

Referent: Dipl.-Psych. Joe Kley.

Fachseminar 12 (FS 212): Seelsorge an traumatisierten Menschen

Fachseminar 12 (FS 212): Seelsorge an traumatisierten Menschen

Ziele: Das Problem der Traumatisierung von Menschen durch Naturkatastrophen, Unfälle, Kriegserlebnisse, Terrorakte, Geiselnahmen, körperliche Misshandlung und sexueller Missbrauch nimmt in der Welt in dem Maße zu, wie das Böse überhand nimmt. An der Stelle sind auch wir Christen als Seelsorger gefragt. Allerdings sind gerade bei dieser Problematik spezielle Kenntnisse und große Sensibilität im Umgang mit Betroffenen unverzichtbar. Diese Kenntnisse sollen in diesem Fachseminar vermittelt werden.

Themen: Akute und posttraumatische Belastungsstörung, Soforthilfe für traumatisierten Menschen, sexueller Missbrauch (Diagnostik: Eine folgenschwere Fehlleistung Freuds; das Problem der Pseudoerinnerungen), ritueller Missbrauch, Anzeichen und Auswirkungen sexuellen Missbrauchs, Täter-Opfer-Problematik, rechtliche Fragen. Seelsorgerlicher Ansatz bei sexuellem Missbrauch (falsche Wege wie z. B. Innere Heilung; biblischer Weg usw.).

Referent: Dipl.-Psych. Roland Antholzer.

Fachseminar 13 (FS 213): Depression – Die Flucht nach innen

Fachseminar 13 (FS 213): Depression – Die Flucht nach innen

Ziele: War es zur Zeit von Sigmund Freud vor allem die Hysterie, die als vorherrschende psychische Problematik auffiel, so sind es in unserer Zeit vor allem Depressionen und Angststörungen. Da auch wir Christen davor nicht verschont bleiben, sind wir zu seelsorgerlicher Hilfe herausgefordert. Um hier kompetent helfen zu können, bedarf es spezieller Kenntnisse von der Problematik als solcher sowie der Möglichkeiten und Grenzen der seelsorgerlichen Hilfe. Solche Kenntnisse sollen in diesem Fachseminar vermittelt werden.

Themen: Ausführlich behandelt werden die diversen Depressionsformen mit ihrem jeweiligen körperlichen bzw. psychischen Anteil sowie ihrer kognitiven, affektiven, psychomotorischen und körperlichen Symptomatik, um zu einer differenziellen Diagnose zu kommen. Aufgezeigt werden die therapeutischen Zugänge in der Psychiatrie sowie die Hilfen, die wir als Seelsorger geben können. Ausführlich wird auf das Problem „Burnout“ eingegangen und nicht zuletzt aufgezeigt, wie wir einer depressiven Entwicklung vorbeugen können. In einem Workshop werden Fallbeispiele bearbeitet.

Referent: Dipl.-Psych. Roland Antholzer.